Eine weitere Saison, ein weiterer Rückschlag für Cade Cunningham und die Detroit Pistons. Shams Charania verkündete am Dienstag die Nachricht: Ein Lungenkollaps wird den ehemaligen Nummer-1-Pick für längere Zeit außer Gefecht setzen. Und schon war die geringe Hoffnung, die in Motown noch verblieben war, dahin.
Die Sache ist die: Das ist keine kleine Verletzung. Ein Lungenkollaps ist ernst. Es ist eine beängstigende Diagnose, besonders für einen Athleten, dessen gesamter Lebensunterhalt von einer Top-körperlichen Verfassung abhängt. Cunningham war gerade von einer Knieverletzung zurückgekehrt, die ihn am 24. November von einem Spiel gegen Indiana ferngehalten hatte, nur um zwei Spiele zu bestreiten und dann von dieser Nachricht getroffen zu werden. Er begann auch endlich wieder wie er selbst auszusehen, mit durchschnittlich 22,8 Punkten und 7,3 Assists in seinen 15 Spielen dieser Saison. Am 19. November erzielte er 31 Punkte und 9 Assists gegen Denver. Das fühlte sich wie ein Wendepunkt an. Stattdessen war es ein weiterer falscher Morgen.
**Detroits endlose Pechsträhne**
Schauen Sie, die Pistons waren bereits ein Chaos. Sie haben eine desolate Bilanz von 2-15, die schlechteste in der Eastern Conference. Sie haben 14 Spiele in Folge verloren, darunter eine absolute Niederlage gegen die 76ers, bei der sie 124 Punkte kassierten. Das ist nicht nur schlecht; es ist historisch schlecht. Man müsste bis zur Saison 1993-94 zurückgehen, um ein Pistons-Team mit einer längeren Niederlagenserie zu finden, und selbst dieses Team hatte nach 17 Spielen eine bessere Bilanz (3-14). Danny Green, der in seiner Karriere schon einiges erlebt hat, fragte sich in seinem Podcast offen, ob Cunninghams längere Abwesenheiten die Teamchemie und -entwicklung durcheinandergebracht haben. Er hat Recht. Wie baut man etwas auf, wenn der Grundstein ständig fehlt?
Letzte Saison spielte Cunningham nur 12 Spiele, bevor eine Schienbeinverletzung eine Operation erforderte und seine Saison vorzeitig beendete. In diesen begrenzten Einsätzen erzielte er 19,9 Punkte und 6,0 Assists. Im Jahr zuvor, als Rookie, zeigte er Ansätze und erzielte durchschnittlich 17,4 Punkte und 5,6 Assists in 64 Spielen. Wir haben Einblicke in den Spieler gesehen, den jeder erwartete, als er 2021 als Erster im Draft ausgewählt wurde. Diese Einblicke werden jedoch immer schwieriger festzuhalten. Es ist schwer, eine Chemie mit Jaden Ivey oder Ausar Thompson zu entwickeln, wenn Ihr bester Spieler häufiger in und aus der Aufstellung ist als ein Vertretungslehrer.
Und ehrlich gesagt, mache ich mir langsam Sorgen um Cunninghams langfristige Belastbarkeit. Zwei schwerwiegende, saisonverändernde Verletzungen in aufeinanderfolgenden Jahren sind nicht mehr nur Pech; es ist ein Muster. Die Pistons haben alles in diesen Kerl investiert und ihm die Schlüssel zum Franchise übergeben. Aber irgendwann muss man sich fragen, ob er konstant genug auf dem Spielfeld bleiben kann, um dieser Kerl zu sein. Sie haben seit 2019 die Playoffs nicht mehr erreicht, und sie stehen vor einem weiteren Lottery-Pick. Diese aktuelle Niederlagenserie ist für alle Beteiligten demoralisierend.
Die Pistons mögen öffentlich die richtigen Dinge sagen und über Geduld und Entwicklung sprechen. Aber privat muss das schmerzen. Sie haben einen Kader junger Talente um Cunningham herum zusammengestellt, Jungs wie Ivey, Thompson und Isaiah Stewart. Aber ohne ihren unbestrittenen Anführer auf dem Spielfeld ist es nur eine Ansammlung von Talenten ohne Richtung.
Hier ist meine kühne These: Diese Verletzung, kombiniert mit der miserablen Bilanz des Teams, könnte das Management der Pistons dazu zwingen, eine drastische Kursänderung in Betracht zu ziehen. Sie müssten möglicherweise ihren gesamten Zeitplan überdenken und sogar im Sommer Trades für einige ihrer jungen Spieler prüfen, wenn Cunninghams Gesundheit ein Fragezeichen bleibt. Der aktuelle Weg funktioniert nicht.
**Kühne Vorhersage:** Die Pistons werden diese Saison mit weniger als 15 Siegen abschließen, ihrer schlechtesten Bilanz seit dem Team von 1979-80, das nur 16 Spiele gewann.