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Murrays Toronto-Übernahme: Nuggets überleben einen Schrecken im Norden

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📅 21. März 2026⏱️ 4 Min. Lesezeit
Veröffentlicht 21.03.2026 · Jamal Murray erzielt 31 Punkte und verhilft den Nuggets zu einem 121:115-Sieg über die Raptors

Jamal Murray kam am Freitagabend nach Toronto zurück und spielte, als gehöre ihm der Ort. Der Point Guard der Nuggets erzielte 31 Punkte, davon 15 im entscheidenden vierten Viertel, und verhalf Denver zu einem 121:115-Sieg über die Raptors. Es war ein enges Spiel, viel enger, als es sich wohl jeder in der Denver-Umkleidekabine gewünscht hätte.

Sehen Sie, die Raptors sind diese Saison nicht gerade Weltmeister. Sie liegen mit einer Bilanz von 23-40 auf dem 12. Platz der Eastern Conference. Dass Denver, ein legitimer Anwärter und amtierender Meister, auswärts gegen ein im Neuaufbau befindliches Team so große Schwierigkeiten hat, lässt aufhorchen. Aber dann sieht man Murray im vierten Viertel, wie er Step-Back-Dreier trifft und zum Korb zieht, und man erinnert sich, warum dieses Team so gefährlich ist. Er traf 12 von 21 Würfen aus dem Feld, darunter 5 von 8 von jenseits der Dreierlinie. Das ist die Art von Effizienz, die man von seinem zweiten Star braucht.

**Jokics stille Dominanz und späte Heldentaten**

Nikola Jokic tat wie immer sein Ding. Er beendete das Spiel mit 28 Punkten, 11 Rebounds und 7 Assists. Es war keines seiner Triple-Double-Meisterwerke, aber es war effektiv. Und als das Spiel auf der Kippe stand, 45 Sekunden vor Schluss und der Spielstand bei 115 unentschieden war, war es Jokic, der aufdrehte. Er versenkte ruhig einen Go-Ahead-Jumper, der Denver eine Führung verschaffte, die sie nicht mehr abgeben würden. Das ist das Zeichen eines MVP, die großen Spielzüge zu machen, wenn es am wichtigsten ist.

Die Nuggets ließen die Raptors allerdings viel zu lange im Spiel. Toronto hatte einen großartigen Abend von Immanuel Quickley, der sie mit 29 Punkten und 12 Assists anführte. RJ Barrett steuerte 26 Punkte bei. Diese Jungs waren heiß, und Denvers Verteidigung, die oft freie Abende nimmt, war phasenweise definitiv im Urlaub. Die Raptors trafen 51,1 % aus dem Feld. Man kann ein Team wie Toronto nicht über 50 % werfen lassen und erwarten, dass man locker gewinnt. Das war nicht die Defensiv-Klinik, die wir in den Playoffs des letzten Jahres gesehen haben.

Hier ist die gewagte These: Wenn die Nuggets keine konstantere defensive Intensität finden, besonders gegen weniger talentierte Teams, werden sie in den Playoffs verbrannt werden. Sie können sich nicht immer darauf verlassen, dass Murray oder Jokic sie mit entscheidenden Würfen retten. Es gibt zu viele gute Teams im Westen, die solche Aussetzer bestrafen werden.

**Der Weg der Nuggets**

Denvers Spielplan wird nicht einfacher. Sie stehen vor einer schwierigen Phase mit Spielen gegen Boston, Dallas und Minnesota. Das sind die Spiele, die den Meisterschaftsgeist eines Teams wirklich auf die Probe stellen. Der Sieg am Freitag bringt sie auf 43-20 und hält sie an der Spitze der Western Conference-Tabelle. Aber die Margen sind hauchdünn. Nur ein halbes Spiel trennt sie von den Timberwolves, auf die sie am 29. März treffen werden.

Murrays Leistung gegen die Raptors war eine Erinnerung an seine Brillanz, besonders wenn er mit diesem Ehrgeiz spielt. Wenn er aggressiv ist und diese Würfe trifft, fühlen sich die Nuggets unaufhaltsam. Aber das Team als Ganzes muss die Dinge straffen. Ein Spiel nach dem anderen, klar, aber das war ein Weckruf, getarnt als Sieg.

Ich sage Ihnen, wenn Murray dieses Niveau an offensiver Aggression bis April beibehält, werden die Nuggets ihren Titel als Meister verteidigen.